Werkstoff 1.2379
Länge 1000 mmX155CrVMo12-1; ca. AISI D2
Durchmesser
Länge
| 16 | 18 | 20 | 25 | 30 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1000 | 32,10 | 38,60 | 42,80 | 64,20 | 85,60 |
EIGENSCHAFTEN
1.2379 bzw. X155CrVMo12-1 ist ein Werkzeugstahl der Gruppe Kaltarbeitsstahl. Der chromlegierte Hochleistungsschnittstahl wird vorwiegend für hochbeanspruchte Schnitt- und Stanzwerkzeuge verwendet, aber auch für Kunststoffformen oder Presswerkzeuge oder Umformwerkzeug. Generell überall dort wo die Standzeit das entscheidene Kriterium ist. Der Stahl ist mäßig zerspanbar. Der Werkstoff 1.2379 bestitzt eine sehr hohe Zähigkeit, sowie sehr gute Verschleißfestigkeit. Das Material 1.2379 lässt sich schlecht schweißen und hat eine mäßig bis gute Korrosionsbeständigkeit. 1.2379 lässt sich sehr gut härten und es ist ein Material mit guter Polierbarkeit.
LIEFERUNG
1.2379 bzw.
X155CrVMo12-1 hat eine Zugfestigkeit von 830 - 870 und eine Streckgrenze von 420.
Er wird mit einer Härte von
≤ 250 HB
und im weichgeglühten Zustand geliefert.
HÄRTBARKEIT
1.2379 lässt sich sehr gut härten. Zum Härten von 1.2379 eignen sich
Temperaturen von 1000 - 1050 °C. Der Werkstoff wird durch mehrmaligen
Anlassen zwischen 180 und 300°C noch härter. Nach dem Härten ist eine
Härte von 63-65 HRC erreichbar.
Durch den Kohlenstoffgehalt von ca.
1,5% und 12% Chrom, wird die kritische Abkühlgeschwindigkeit so weit
gesenkt, dass sogar eine Luftabschreckung ausreicht, was den Verzug
erheblich minimiert.
SCHWEISSBARKEIT
Kurz gesagt: eher nein. In der Praxis ist 1.2379 nur mit erheblichem Aufwand schweißbar und wird auch normalerweise nicht geschweißt. Der Kohlenstoffgehalt des Werkzeugstahls ist zu hoch, sodass die Wärmeeinflusszone zu sprödem Martensit aufhärten und reißen würde.
CHEMISCHE ZUSAMMENSETZUNG
1.2379 enthält rund 1,45 - 1,6 % Kohlenstoff, 0,1 - 0,6 % Silicium, 0,2 - 0,6 % Mangan, 0,030 % Schwefel und 0,030 % Phosphor, 11 - 13% Chrom, 0,7 - 1% Molybdän und ebenso 0,7 bis 1% Vanadium
KORROSIONSBESTÄNDNIGKEIT
Trotz 12% Chrom ist 1.2379 nur mäßig korrosionsbeständig. Durch 1,5%
Kohlenstoff wird ein Großteil des Chroms als Chromkarbide gebunden und
reicht nicht mehr aus für die Bildung einer Passivschicht.
Der nach ISO h8 geschliffene Rundstahl ist präzise auf sehr enge Toleranzen bearbeitet. Durch das Schleifen oder ggf. auch Polieren erhält das Material eine sehr hohe Maßgenauigkeit. Außerdem wird zusätzlich die Beschaffenheit der Oberfläche verbessert.
Die ISO-Toleranzklasse h8 beschreibt bei geschliffenem Rundstahl spezifische Qualitätsmerkmale und Toleranzen:
Bei ISO h8 handelt es sich um eine Wellentoleranznorm, wobei:
- "h" die Grundabmaßtoleranz angibt (immer unterhalb des Nennmaßes)
- "8" die IT-Toleranzgrad (International Tolerance) bezeichnet
Die Eigenschaften eines nach ISO h8 geschliffenen Rundstahls sind:
- Präzise Maßhaltigkeit: Die Toleranzen sind relativ eng bemessen, was eine sehr hohe Passgenauigkeit ermöglicht
- Oberflächenbeschaffenheit: Der Stahl wird durch Schleifprozesse auf eine besonders glatte, gleichmäßige Oberfläche gebracht
- Rundlaufgenauigkeit: Die zylindrische Form weist nur minimale Abweichungen auf
- Anwendungsgeeignet: Diese Toleranzklasse ist typisch für Wellen in beweglichen Passungen, Führungselemente und Maschinenteile mit mittleren Genauigkeitsanforderungen
- Typische Toleranzwerte: Je nach Durchmesser liegen die Abweichungen im Mikrometerbereich (für einen 30 mm Stab beispielsweise etwa -0 bis -33 Mikrometer)
Diese Präzision macht h8-geschliffenen Rundstahl besonders geeignet für technische Anwendungen, bei denen es auf sehr hohe Genauigkeit ankommt, wie im Maschinenbau, für Führungselemente oder in der Präzisionstechnik.